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„Fett ist Geschmacksträger“. In unserer Vorstellung hängt dieses Schild in jeder niederländischen Küche. Es gibt nichts, was nicht frittiert oder in Fett gebacken werden kann. Wer schon mal Urlaub in den Niederlanden gemacht hat, kennt es – und liebt es! Frikandel speciaal mit Frietjes, Kibbeling, Bitterballen, Poffertjes und was es nicht noch alles gibt. Die niederländische Küche hat aber tatsächlich einiges mehr zu bieten. Zum Beispiel die traditionelle Mosterdsoep – eine Senfsuppe. Die Niederlande sind nämlich nicht nur berühmt für ihren Käse, sondern auch für ihren Senf. Es gibt mehrere Senf-Fabriken und Manufakturen, es gibt ein Senfmuseum in Doesburg und es gibt die traditionelle „Groningse Mosterdsoep“ – die Groninger Senfsuppe.  

Zutaten für 4 Personen:

  • 50 g Butter
  • 60 g Mehl
  • 125 ml Sahne
  • 1 l Gemüsebrühe (Hühnerbrühe geht auch)
  • 2-3 EL körniger mittelscharfer Senf
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Schnittlauch für obendrauf
  • (wer mag: magere Speckwürfel oder geräucherten Lachs oder Mettwurst als Suppeneinlage)

Zubereitung:

Zuerst bereitet ihr die Mehlschwitze vor. Gebt 50 g Butter in einen Topf und lasst die Butter langsam schmelzen. Dann rührt ihr 60 g Mehl ein und lasst diese Mischung ca. 10 Minuten bei sehr niedriger Temperatur garen. 

Erst jetzt kommt die Flüssigkeit dazu. Rührt nach und nach 1 Liter Brühe mit dem Schneebesen ein. Möglichst so, dass sich keine Klümpchen bilden. Dann lasst ihr die Brühe für weitere 10 Minuten vor sich hin köcheln. 

Dann gebt ihr 2 bis 3 EL Groninger Senf (oder anderen körnigen mittelscharfen Senf) dazu und rührt ihn gemeinsam mit 125 ml Sahne ein. 

Zum Schluss schmeckt ihr die Suppe mit Salz und Pfeffer ab und gebt zum Servieren frisch geschnittenen Schnittlauch auf die Suppe. 

Wenn ihr mögt, könnt ihr magere Speckwürfel oder geräucherten Lachs oder Mettwurst als Suppeneinlage nehmen. Ist aber kein Muss. 

Quizfrage: Was ist das Nationalgericht der Niederlande? Wir hätten spontan auf Frikandel speciaal oder Bitterballen oder Kaas-Soufflé getippt. Oder irgendwas Frittiertes. Nichts davon ist richtig. „Hutspot“ oder „Stamppot“ ist DAS Traditionsgericht der Niederlande. Der wunderbare Harry Wijnvoord hat es uns im Kochcast vorgestellt. Ursprünglich ist Hutspot ein Arme-Leute-Essen nach einem jahrhundertealten Rezept. Probiert es aus!

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 500 g Möhren
  • 500 g Zwiebeln
  • ca. 50 g Butter
  • 1 Ei
  • 125 g Creme fraiche
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 2 TL getrockneter Thymian
  • 1 rote Chili 
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Rauchwürste oder Mettenden
  • 250 g geräucherter Speck in Streifen

Zubereitung:

Zuerst werden die Rauchwürste gekocht. Gebt sie in einen Topf mit Wasser und gart sie ungefähr 20 Minuten darin. 

Schält die Kartoffeln, die Möhren und die Zwiebeln und schneidet sie in Stücke. Dann gebt ihr die Kartoffeln in einen großen Topf, gießt sie mit Wasser an, salzt das Wasser und kocht das Ganze auf. Wenn das Wasser kocht, gebt ihr die Möhren und die Zwiebeln dazu und lasst alles zusammen nochmal ca. 20 Minuten köcheln. 

Gebt die Speckstreifen in eine Pfanne und bratet sie an. 

Wenn das Gemüse gar ist, gießt ihr das Wasser vorsichtig ab. Stellt den Topf nochmal zurück auf den Herd und lasst das Gemüse auf niedriger Temperatur ausdampfen. Passt nur auf, dass es nicht anbrennt. 

Dann nehmt ihr den Topf vom Herd, gebt das Ei, die Butter und die Creme fraiche dazu und stampft alles mit dem Kartoffelstampfer zu einem Püree. Zum Schluss rührt ihr Paprikapulver und Thymian unter, gebt die kleingeschnittene Chili dazu und schmeckt den Eintopf mit Salz und Pfeffer ab. 

Schneidet die Rauchwürste in Stücke. Der Hutspot wird jetzt auf Tellern serviert. Die Rauchwurst-Stücke und der gebratene Speck kommen obendrauf. Wer mag, kann noch ein Bratensauce dazu machen. Guten Appetit! Eet smakelijk.