Kochcast-Hörerin Nina aus Bochum stellt uns „Saltibarsciai“ vor. Eine kalte Rote-Bete-Suppe, die Nina zum ersten Mal im Litauen-Urlaub probiert hat. Nina sagt: „Ein Sommergericht, das bei hohen Temperaturen herrlich erfrischend und doch sättigend ist!“ Mehr dazu (und zum Essen in Litauen) erzählt Nina euch in Episode 78 von „Hoffentlich schmeckt’s – der unvollkommene Kochcast mit Jörg Thadeusz und Katharina te Uhle“.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 l Kefir
  • 2-4 Rote Bete (gekocht, gerne auch eingemacht)
  • 2-4 kleine Salatgurken
  • 2-4 Lauchzwiebeln
  • 1 Becher Schmand (falls ihr bekommt, nehmt „Smetana“ – cremig und nicht stichfest)
  • reichlich Dill
  • 4 Eier
  • 8 Kartoffeln
  • Pfeffer
  • Salz
  • Schuss Weißweinessig

Zubereitung:

  • Kartoffeln schälen und kochen
  • Eier hartkochen
  • Rote Bete und Gurke reiben
  • Lauchzwiebeln und Dill fein hacken
  • in einer Salatschüssel mit Kefir vermischen
  • würzen und kaltstellen
  • die heißen Kartoffeln werden extra gereicht und die gepellten Eier (halbiert) oben aufgelegt
  • dazu gibt es pro Teller einen großzügigen Klecks Schmand

Es ist geschehen! Jörg Thadeusz hat für Katharina te Uhle gekocht. Gesprochen hatten beide schon viel darüber. Gesehen hatte Katharina es bisher nicht. Wenn man vom Teewasser, das Jörg einmal in ihrer Anwesenheit gekocht hat, absieht. Jörg hat sein berühmtes Hühnerfrikassee gekocht. Ob es gelungen ist und wie es geschmeckt hat, hört ihr in Folge 74 von „Hoffentlich schmeckt’s – der unvollkommene Kochcast mit Jörg Thadeusz und Katharina te Uhle.“ Gibt es überall da, wo es Podcasts gibt. Das Rezept zum Nachkochen gibt es hier. Am besten kocht ihr direkt die doppelte Portion! Am zweiten Tag schmeckt es nämlich noch besser!

Zutaten:

  • mind. 50 g Butter
  • 3-4 EL Mehl
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • Worcester-Sauce
  • Salz
  • Pfeffer
  • eine Prise Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Sahne
  • Erbsen (TK-Ware macht den Job)
  • Spargel (entweder frischer grüner oder außerhalb der Saison Spargel aus dem Glas)
  • 300 g Champignons
  • 400 g Hühnerbrustfilet

Zubereitung:

Vorweg: Meine Oma würde sich kaputtlachen, wenn sie von diesem ganzen Aufwand für ein Hühnerfrikassee hören würde. Dann müsste ich ihr sagen, wie wertvoll die Mühe aber im Ergebnis ist.

Die selbstgemachte Hühnerbrühe ist für mich zentral. Selbstverständlich lässt sich auch mit Instantbrühe ein Frikassee herstellen. Dann kommt es aber nicht zur Championsleague des Frikassees.

Zu den Hühnerbrustfilets:

Mit etwas Öl, oder auch Butter, solide anbraten. Nicht komplett garen. Das geschieht entweder bei 100 bis 120 Grad Ober-/Unterhitze im Ofen. Oder in Hühnerbrühe, die unter dem Kochpunkt bleiben sollte. Die Filets ziehen teeartig, statt gekocht zu werden. Wenn sie fertig sind, gutaussehend aufschneiden.

Zum Frikassee:

Butter zerlassen. Achtung: Topf nicht zu heiß machen. Flüssige Butter mit Mehl bestreuen und rühren, bis sich eine helle Creme ergibt. Falls es noch zu flüssig ist, Mehl nachstreuen. Nicht zu dunkel bräunen, weil dann auch das Frikassee dunkel wird.

Mit Teilen der Hühnerbrühe aufgießen, mit dem Schneebesen rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Geduld bewahren. Die Mischung soll sämiger und sämiger werden. Dann erneut Hühnerbrühe nachgießen und den Vorgang so lange wiederholen, bis sich die Konsistenz einer recht dichten Suppe ergibt.

Mindestens 15, besser 30 Minuten leise simmern lassen. Das soll den Mehlgeschmack vertreiben.

Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Worcester-Sauce abschmecken. Bei der Worcester-Sauce erst ein paar Tropfen ausprobieren, denn diese Sauce kann manchem zu charaktervoll und zu knoblauchig schmecken.

Dann die anderen Zutaten zugeben. Frische Champignons sehen besser aus. Dosenpilze gehen aber auch. Alles ausreichend erwärmen. Wer mag, kann Sahne hinzugeben, die den Geschmack noch einmal wahrnehmbar pusht.

Wenn ihr alles beieinander habt, lässt sich das Gericht auch mit einem eingerührten Ei verfeinern. Dann lässt sich das Frikassee aber nicht wieder aufkochen.     

„Ali G. in da house“! Hört euch unbedingt unsere Kochcast-Folge mit dem wunderbaren Ali Güngörmüş an! Episode 64 von „Hoffentlich schmeckt’s – der unvollkommene Kochcast mit Jörg Thadeusz und Katharina te Uhle“. Sternekoch Ali Güngörmüşspricht über das Gericht, das seine Mama immer für ihn gemacht hat – über das Gericht, das er seinen Kinder immer macht – über Selbstzweifel – über unvergessliche Gäste und natürlich über sein neues Kochbuch „Mediterran Express“. Das Buch gibt´s im Buchladen eures Vertrauens und zwei Rezepte daraus gibt es in unserem Blog. Ziegenkäse-Crostini mit Wildkräutern und Balsamico-Datteln und Auberginen-Tomatensuppe mit Sesam. Ein Rezept gibt es jetzt – das andere findet ihr ganz einfach über die Suchfunktion.

Auberginen-Tomatensuppe mit Sesam

Zutaten:

  • 2 Auberginen
  • 4 Tomaten
  • 2 Schalotten
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 6 EL Olivenöl, plus 2 EL zum Garnieren
  • Salz
  • 2 EL Tahin (Sesampaste)
  • ½ bis ¾ l Gemüsebrühe
  • 1 TL gemahlene Harissa
  • 200 g Crème fraîche
  • 2 EL heller Sesam, geröstet
  • Saft von ½ Zitrone

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Auberginen putzen, waschen und schälen, dann in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Tomaten waschen und vierteln, dabei die Stielansätze entfernen. Die Schalotten schälen und vierteln. Die Spitzpaprika halbieren, entkernen und waschen. Den Knoblauch schälen. 

Das Gemüse auf dem Blech verteilen, mit Olivenöl beträufeln und salzen. Dann im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten rösten. Anschließend mit Tahin und Brühe in einen Topf geben und alles einmal aufkochen. Die Suppe im Topf mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Harissa abschmecken. 

Zum Servieren die Suppe auf Schalen oder Gläser verteilen und mit Crème fraîche und Sesam garnieren, mit etwas Olivenöl und Zitronensaft beträufeln.

TIPP

Statt Tahin kann man auch 1 Handvoll Walnusskerne in der Suppe mitpürieren. 

Fotos: DK Verlag/Sandra Eckhardt 

(THIT BO KHO)

Mai kommt gebürtig aus Vietnam und führt gemeinsam mit ihrem Mann Uli den Asia-Markt „Cho Mui“ in Duisburg. Und dort gibt es nicht nur asiatische Lebensmittel zu kaufen, sondern auch Gerichte und Snacks, die frisch aus der Küche kommen. Zum Beispiel gab es vor Kurzem zum Nachtisch einen fantastischen gedämpften Bananenkuchen. Das Rezept findet ihr auch im Blog (über die Suchfunktion). Und Mai erzählt davon im Kochcast (Episode 65)

Außerdem wollte Jörg Thadeusz von Mai wissen, welches Gericht sie kochen würde, wenn Gäste. Die Antwort: THIT BO KHO – vietnamesischer Rindfleischgulasch. Thit bò khô heißt wörtlich auf Vietnamesisch „geschmortes Rind“. Die Kochmethode ähnelt sehr unserem bekannten Rindergulasch, nur dass es mit Zitronengras und Fischsauce gewürzt ist. 

Zutaten 6 Personen:

  • 1,2 kg Rindermuskel
  • 800 g Rinderbrust
  • 800 g Möhren
  • 1 l Kokoswasser
  • 3 EL Öl

Gewürze für das Rindfleisch:

  • 1 TL Salz
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Chicken Powder
  • 2 EL Sojasauce
  • 4 lila Zwiebeln (kleine Schalotten)
  • 7 Knoblauchzehen
  • 100 g Ingwer
  • 5 Stangen Zitronengras
  • 4 EL Fischsauce
  • 3 EL Hoisinsauce

Gewürze für die Suppe:

  • 2 EL Chicken Powder
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 große weiße Zwiebel
  • 2 rote Chili

Kräuterzutaten:

  • 3 Anissterne
  • 1 Zimtstange
  • ½ EL Kurkumapulver
  • 1 EL Currypulver
  • 2 TL Thymianpulver
  • 1 TL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 1 TL Pfeffer
  • 4 Lorbeerblätter
  • 2 EL Mai Que Lo Wein (Alternative: Shaohsing Kochwein)
  • 2 EL Annatto-Öl (für die Färbung) -> Rezept weiter unten
  • ½ EL Paprikapulver (für die Färbung)

Zubereitung:

3 Schalotten, Knoblauchzehe, die Hälfte vom Ingwer und 1 Stange Zitronengras klein hacken. Rest Zitronengras in 10 cm lange Stücke und den Rest Ingwer in kleine Scheiben schneiden. 1 Schalotte in kleine Scheiben schneiden. Die große Zwiebel in dünne Längsstreifen schneiden. 

Die zwei Sorten Fleisch mit Salz waschen und trocken tupfen. Dann heißes Wasser in einem Topf mit 1 TL Salz, 3 Stück von den Ingwerscheiben und den Schalotten-Scheiben dazugeben und aufkochen. Das ganze Fleisch hineingeben, 5 Minuten kochen, danach abgießen und das geronnene Blut gut abwaschen. Das Fleisch wieder trocken tupfen und in 3,5 cm Stücke schneiden. 

Das geschnittene Fleisch in eine große Schüssel geben, 2 TL gehackte Schalotten, gehacktes Zitronengras, 2 TL gehackten Knoblauch, alle Gewürze für das Rindfleisch, Paprikapulver, Annatto-Öl und die Kräuterzutaten dazugeben und gut durchmischen. Das marinierte Fleisch mindestens eine Stunde auf Zimmertemperatur ziehen lassen. Danach 3 Stunden zugedeckt im Kühlschrank. Kann aber auch über Nacht im Kühlschrank ziehen.

Möhren in kleine mundgerechte Stücke schneiden. Zimt und Sternanis in einer Pfanne anrösten.

Einen großen Topf heiß werden lassen. Das Öl, den Rest der gehackten Schalotten und den Knoblauch hinein und darin anrösten. Das Fleisch dazugeben und 5-7 Minuten auf höchster Stufe goldbraun anbraten. Mit 500 ml Wasser ablöschen und das Kokoswasser dazugeben und aufkochen. Dabei immer wieder den Schaum abschöpfen bis die Brühe klar wird und kein Schaum mehr entsteht. Dann die Hitze runterdrehen, alle Gewürze für die Brühe, Zimtstange, Sternanis, Rest Ingwerscheiben und Zitronengrasstücke dazugeben und 1 Stunde köcheln lassen. Nur noch die Möhren dazugeben und so lange köcheln lassen bis das Fleisch zart ist und die Möhren weich sind. 

Den Herd ausstellen und die weißen Zwiebel-Streifen dazugeben und umrühren. 

Servieren:

Geben sie heißen Jasmin-Reis auf einen Teller. Der Gulasch kann dann mit Thaibasilikum und Koriander serviert werden. 

Als Beilage eignet sich ebenfalls ein angedünstetes Gemüse. Das macht das Gericht etwas leichter und der thailändische Basilikum sowie der Koriander geben dem Gulasch Frische.

Rezept Annatto

Annatto-Samen sind kleine, dreieckige, rötlich-gelbe Samen des Orleanstrauchs, auch Achiote genannt. Die Samen können zermahlen oder in Öl erhitzt werden zur Verwendung als natürliche Lebensmittelfärbung.

Herd auf mittlere Stufe stellen. 200 ml Öl in einer Pfanne oder einem kleinen Topf leicht erhitzen. Ca. 2 EL Annatto-Samen dazugeben und weiter erhitzen. Dabei die Samen gut umrühren. Die Samen verlieren ihre rote Farbe bei niedriger Hitze und werden langsam dunkelrot bis schwarz. Die Pfanne dann runternehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Das Öl kann dann durch ein Sieb in ein Glas gefiltert werden. In der vietnamesischen Küche wird das Öl sehr oft eingesetzt, zum Beispiel bei gebratenen Reisgerichten, Suppengerichten oder gedämpfter Fleischpastete. 

WICHTIG: Das Öl darf nicht zu heiß werden, sonst werden die Annatto-Samen zu schnell schwarz und geben zu viele Bitterstoffe ab. 

Rezept und Foto von Mai Doan (ChoMui Duisburg)

Der wunderbare Wigald Boning war zu Gast in unserem Kochcast. Im Gepäck: Sein neues Buch „Herr Boning geht baden“ (erschienen bei Gräfe und Unzer) und eins seiner Lieblingsgerichte: Grünkohl. Wigald Boning ist in Oldenburg aufgewachsen. Und Oldenburg ist Kohltour-Hauptstadt und praktisch Wiege des Grünkohls. Bei Wigald zuhause kam schon früher und kommt bis heute regelmäßig Grünkohl auf den Tisch. Uns und euch verrät er das Boningsche Familienrezept. 

Grünkohl für 6 à la Mama Boning:

(im Bräter)

Backofen vorheizen 200 Grad

3 Dosen Grünkohl (gute Qualität)

1 gr. Zwiebel kleinschneiden

1 Pinkel kleinschneiden

Hafergrütze (ersatzweise geht auch Bulgur)

1 Becher Brühe

= alles mischen

Obendrauf:

Kasseler (Nackenkasseler mit Knochen / ersatzweise Schäufele)

Geräucherter gestreifter Speck (keinen Schinken!!!) in ca 2-3 cm Stücke schneiden

2 Stunden in den Ofen, danach einmal öffnen – Fettigkeiten rausnehmen, umrühren, abschmecken und eventuell mit Wurstbrühe nachwürzen.

Dann alle Fettigkeiten wieder auf den Kohl und wieder in den Ofen, bis die Kartoffeln und die Würste fertig sind. 

Pinkel (Wigalds Schwester rechnet mindestens 2 pro Nase) vor dem Kochen einpiksen. Kochwurst nach dem Kochen einpiksen. 

Kartoffeln während der Zeit separat gar kochen.

marcelschroeder.de

FotoCredits Wigald Boning: Marcel Schröder

FotoCredits Wigald mit Grünkohl: Wigald Boning

Foto Buchcover: Rechte bei Gräfe und Unzer

Wisst ihr, welche Kräuter und Gewürze die Fettverbrennung ankurbeln? Welche Gewürze Schmerzen lindern und welche die Sinne entspannen? Und wisst ihr, welche Superpower Rosenkohl hat? Prof. Dietrich Grönemeyer ist zu Gast im Kochcast (Episode 54) und verrät es euch. Und er bringt ein paar Rezepte aus dem Kochbuch mit, das er zusammen mit seiner Frau Anja Grönemeyer geschrieben hat: „Die Grönemeyer-Formel für gesundes Essen“ – erschienen im ZS-Verlag. Das Rezept für den „Gemüse-Brot-Auflauf“ findet ihr auch auf unserer Seite (geht am besten einfach über die Suchfunktion). Und hier gibt es das Rezept für die Allrounder-Tomatensuppe.

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
  • 75 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 100 g Feta (Schafskäse)
  • 1 Handvoll Basilikum

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin ca. 2 Minuten andünsten. Tomaten und Gemüsebrühe dazugeben, alles aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen. 

Die Suppe vom Herd nehmen, nach Belieben fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Den Feta in Würfel schneiden und zur Suppe geben, alles weitere 5 Minuten erhitzen. Basilikum waschen, trocken schütteln und die Blätter über die Suppe streuen. Falls etwas übrig bleibt oder du gleich die doppelte Menge zubereiten möchtest: Die Suppe lässt sich prima einfrieren und hält sich so etwa 6 Monate. 

AUCH ALS SAUCE LECKER

Gibt es jemanden, der keine Tomaten mag? Ich gehöre jedenfalls nicht dazu. Die sonnengereiften roten Früchte sind am besten, wenn sie aus Italien kommen. Und natürlich sind sie dort als Sauce mit Pasta ein Klassiker. Diese Suppe ist deshalb auch ganz leicht zu variieren. Während sie köchelt, noch Nudeln, Reis oder Kartoffeln kochen und die Suppe als Sauce dazu servieren. Noch etwas mit Reibekäse bestreuen – und fertig ist ein Lieblingsgericht für die Kleinen und die Großen!

843509; Die Grönemeyer-Formel für gesundes Essen; Grönemeyer Dietrich, Grönemeyer Anja; 2023

Copyright Fotos Kochbuch: ZS/Claudia Timmann 

Copyright Fotos Grönemeyer: Laura Möllemann Photography

Heute gibt´s ein Wohlfühlgericht – einen Seelenwärmer. Bestseller-Autorin Ildikó von Kürthy war mit ihrem neuen Buch „Eine halbe Ewigkeit“ zu Gast in unserem Kochcast und hat ein Gericht mitgebracht, das sie liebt: Hühnersuppe. Wärmt, wenn man friert. Wird gekocht, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Umschließt einen, wie ein warmer Mantel. Wärmt die Seele. Warum Ildikó von Kürthy diese Hühnersuppe liebt, erzählt sie im Kochcast. Und während ihr Episode 49 von „Hoffentlich schmeckt’s“ lauscht, könnt ihr diesen Seelenwärmer (der auch den Körper wärmt) nachkochen und genießen. 

Zutaten:

  • 1 Suppenhuhn
  • Wasser
  • Fond
  • 1 Zwiebel
  • Staudensellerie
  • Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 schwarze Pfefferkörner
  • 2 grob gehackte Möhren
  • Salz und Pfeffer
  • 50 g Butter
  • 2 EL Mehl 
  • Gemüseeinlage nach Geschmack (z. B. Möhren, Kartoffeln, Staudensellerie, Brokkoli, Blumenkohl, Paprika, Zuckerschoten)
  • 175 ml Sahne
  • Suppennudeln nach Geschmack

Zubereitung:

Man nehme ein Suppenhuhn, bedecke es mit einer 3-Liter-Mischung aus Wasser und bestem, fertigen Fond, gebe eine ungeschälte Zwiebel, halbiert dazu, außerdem Staudensellerie, Petersilie, zwei Lorbeerblätter, vier schwarze Pfefferkörner und zwei grob gehackte Möhren, Salz und Pfeffer. Das Ganze aufkochen lassen, Hitze reduzieren und eine Stunde lang köcheln lassen. 

Danach ungefähr eine halbe Stunde abkühlen lassen und dann durch ein Sieb gießen und die Flüssigkeit auffangen. 

Das Huhn abkühlen lassen, dann die Haut abziehen und das Fleisch von den Knochen lösen. 

In einem großen Topf nun etwa 50 g Butter erhitzen und wenn sie schäumt, zwei Esslöffel Mehl darüber stäuben. Eine Minute anschwitzen, dann vom Herd nehmen und nach und nach die Brühe einrühren. 

Unter ständigem Rühren wieder aufkochen. Danach gebt Ihr, ganz nach Geschmack, kleingeschnittene Möhren, Kartoffeln, Staudensellerie, Brokkoli, Blumenkohl, Paprika, Zuckerschoten dazu, einfach alles an Gemüse, worauf ihr gerade Lust habt.

Das Ganze garen und dann kurz vor dem Servieren das Hühnerfleisch und etwa 175 ml Sahne dazugeben. Die Suppe dann nicht noch mal kochen lassen. Für meinen Sohn mache ich immer noch einen Extrateller mit Suppennudeln dazu.

Nachwürzen, Tisch decken, essen und glücklich sein! 

Credits Foto Ildikó von Kürthy: Sonja Tobias

Jetzt kommt es ganz dicke! Katharina te Uhle hatte Jörg Thadeusz vor Kurzem von einer Gyrossuppe erzählt. Und Jörg war entsetzt! Fassungslos! Sein geliebtes Gyros zur Suppe verhunzt! Aber es kommt noch schlimmer! Kochcast-Hörer Manuel präsentiert den beiden das Rezept für eine Lasagne-Suppe. Jörg ist zu Beginn sprachlos (vor Entsetzen) – ist aber nachher so begeistert, dass er die Lasagnesuppe tatsächlich nachkochen will. Manuel sagt: „Diese Lasagnesuppe ist das perfekte Familienessen! Es ist mittlerweile unser Lieblingsgericht. Meine Kinder jubeln schon, wenn ich diese Suppe nur ankündige und essen dann am Ende sogar drei Portionen.“

Zutaten:

  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 500 g stückige Dosentomaten
  • 1 l Rinderbrühe
  • 100 g Lasagneblätter
  • 2 EL Crème fraîche
  • 50 g Streukäse
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst hackt ihr 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen klein, gebt 1 EL Olivenöl in einen Topf und dünstet Zwiebel und Knoblauch glasig an. 

Gießt das Ganze jetzt mit 500 g Dosentomaten und 1 l Rinderbrühe auf. Dann brecht ihr 100 g Lasagneblätter in grobe Stücke, gebt sie zu der Suppe und lasst sie so lange köcheln, bis die Lasagneplatten bissfest sind. 

In der Zwischenzeit gebt ihr 1 EL Olivenöl in eine separate Pfanne und bratet 300 g Hackfleisch an. Würzt das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer und gebt es anschließend zu der Suppe. Schmeckt die Lasagnesuppe nochmal mit Salz und Pfeffer ab und gebt kurz vor dem Servieren 2 EL Crème fraîche und 50 g Streukäse dazu. 

Angefangen hat alles mit einer Linsensuppe aus der Dose. Abgesehen davon, dass Dosensuppen selten attraktiv aussehen, konnte uns der Geschmack leider auch nicht überzeugen. Über die Konsistenz (lutsch-weiche Linsen) wollen wir an dieser Stelle lieber gar nicht sprechen. Wir kamen also zu dem Schluss, unsere Linsensuppe beim nächsten Mal lieber wieder selbst zu kochen. Und weil wir zufällig in derselben Podcast-Folge über Barack Obama und seine hawaiianischen Wurzeln sprachen (er wurde auf Hawaii geboren), lautete die Aufgabe von Jörg Thadeusz an Katharina te Uhle: „Zaubere uns die hawaiianische Linsensuppe „Barack Obama“ von Katharina te Uhle!“ Und hier ist sie:

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel 
  • Ingwer (daumengroßes Stück)
  • Chili nach Geschmack 
  • 1 EL Kokosöl (neutrales Speiseöl geht auch) 
  • 2 Möhren
  • 2 EL Curry
  • 1 EL Kurkuma
  • 1 Pk. TK-Mango aufgetaut (frische Mango geht natürlich auch)
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 200 g rote Linsen
  • 400 ml Kokosmilch
  • Saft von ½ Limette
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • ein paar Korianderblättchen (nach Geschmack)

Zubereitung:

Bevor es richtig losgeht, bereitet ihr die frischen Zutaten vor. Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln und Möhren müssen geschält und in kleine Stücke geschnitten werden. Dann erwärmt ihr das Kokosöl in einem Topf und dünstet Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln und Möhren darin an. 

Wenn ihr ein bisschen Schärfe mögt, dann schneidet eine Chilischote in kleine Stücke. Ihr könnt auch Chiliflocken nehmen. Die gebt ihr jetzt zusammen mit 2 EL Curry und 1 EL Kurkuma in den Topf. Gebt zum Schluss die aufgetauten Mangostücke dazu, rührt alles gut um und lasst die Zutaten im Topf einen Moment anrösten.  

Löscht das Ganze jetzt mit 800 ml Gemüsebrühe ab und lasst es 10 Minuten leicht köcheln. Anschließend nehmt ihr einen Pürierstab und püriert alles fein. Erst jetzt kommen die Linsen dazu.

Die lasst ihr einfach für weitere 10 Minuten auf kleiner Flamme mitköcheln. Rührt zwischendurch immer mal wieder um, damit die Linsen nicht zu einem großen Klumpen werden. Und testet nach den 10 Minuten kurz, ob die Linsen bissfest sind. Wenn nicht, lasst ihr sie noch einen Moment weiterköcheln. Dann gebt ihr die Kokosmilch dazu. Zum Schluss schmeckt ihr die Suppe mit ein bisschen Limettensaft, Meersalz und Pfeffer ab. 

Wenn ihr mögt, gebt beim Servieren ein paar frisch gezupfte Korianderblätter dazu. Fertig. 

Meistens ist es doch so: Suppen, Eintöpfe und Currys sind zwar super lecker – aber leider nicht immer schön anzusehen. Ausnahme ist natürlich unsere Gazpacho: http://hoffentlich-schmeckts.de/gazpacho/

Aber ansonsten fiel uns nicht viel mehr ein. Deshalb lautete die Aufgabe: Finde und koche eine Suppe, die „instagramable“ ist. Also fotogen. Schön anzusehen. Und wir sind (glauben wir zumindest) fündig geworden. Eine Suppe, die schön aussieht und sommerlich frisch schmeckt. Eine leichte Erbsensuppe mit einem Hauch frischer Minze.

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g TK-Erbsen
  • 1 große Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 600 ml Gemüsefond
  • 200 ml Wasser
  • 2 Stiele frische Minze (plus ein bisschen für die Deko)
  • 1 Schuss Olivenöl
  • Salz/Pfeffer
  • 4 EL Creme fraiche

Zubereitung:

Zuerst schält Ihr die Kartoffel und die Zwiebel und schneidet sie in Stücke. Dann nehmt Ihr einen großen Topf, gebt einen Schuss Olivenöl hinein und schwitzt die Zwiebelstücke bei mittlerer Hitze an. Wenn die Zwiebeln glasig sind (sie sollten nicht braun werden), gebt ihr die Kartoffelstücke hinzu und schwitzt beides nochmal 5 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze an. 

Gießt als nächstes 600 ml Gemüsefond und 200 ml Wasser dazu und lasst das Ganze ca. 15 Minuten leicht köcheln. Erst dann gebt Ihr die TK-Erbsen dazu. Die lasst Ihr nochmal 5 Minuten mitkochen.

Zum Schluss hackt ihr die Minzblätter, gebt sie in die Suppe und püriert alles mit dem Pürierstab. 

Wenn ihr die Suppe serviert, gebt ihr auf jeden Teller einen EL Creme fraiche und zur Deko ein Minzblatt auf die Suppe. Frisches Brot dazu…fertig.