Es ist geschehen! Jörg Thadeusz hat für Katharina te Uhle gekocht. Gesprochen hatten beide schon viel darüber. Gesehen hatte Katharina es bisher nicht. Wenn man vom Teewasser, das Jörg einmal in ihrer Anwesenheit gekocht hat, absieht. Jörg hat sein berühmtes Hühnerfrikassee gekocht. Ob es gelungen ist und wie es geschmeckt hat, hört ihr in Folge 74 von „Hoffentlich schmeckt’s – der unvollkommene Kochcast mit Jörg Thadeusz und Katharina te Uhle.“ Gibt es überall da, wo es Podcasts gibt. Das Rezept zum Nachkochen gibt es hier. Am besten kocht ihr direkt die doppelte Portion! Am zweiten Tag schmeckt es nämlich noch besser!

Zutaten:

  • mind. 50 g Butter
  • 3-4 EL Mehl
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • Worcester-Sauce
  • Salz
  • Pfeffer
  • eine Prise Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Sahne
  • Erbsen (TK-Ware macht den Job)
  • Spargel (entweder frischer grüner oder außerhalb der Saison Spargel aus dem Glas)
  • 300 g Champignons
  • 400 g Hühnerbrustfilet

Zubereitung:

Vorweg: Meine Oma würde sich kaputtlachen, wenn sie von diesem ganzen Aufwand für ein Hühnerfrikassee hören würde. Dann müsste ich ihr sagen, wie wertvoll die Mühe aber im Ergebnis ist.

Die selbstgemachte Hühnerbrühe ist für mich zentral. Selbstverständlich lässt sich auch mit Instantbrühe ein Frikassee herstellen. Dann kommt es aber nicht zur Championsleague des Frikassees.

Zu den Hühnerbrustfilets:

Mit etwas Öl, oder auch Butter, solide anbraten. Nicht komplett garen. Das geschieht entweder bei 100 bis 120 Grad Ober-/Unterhitze im Ofen. Oder in Hühnerbrühe, die unter dem Kochpunkt bleiben sollte. Die Filets ziehen teeartig, statt gekocht zu werden. Wenn sie fertig sind, gutaussehend aufschneiden.

Zum Frikassee:

Butter zerlassen. Achtung: Topf nicht zu heiß machen. Flüssige Butter mit Mehl bestreuen und rühren, bis sich eine helle Creme ergibt. Falls es noch zu flüssig ist, Mehl nachstreuen. Nicht zu dunkel bräunen, weil dann auch das Frikassee dunkel wird.

Mit Teilen der Hühnerbrühe aufgießen, mit dem Schneebesen rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Geduld bewahren. Die Mischung soll sämiger und sämiger werden. Dann erneut Hühnerbrühe nachgießen und den Vorgang so lange wiederholen, bis sich die Konsistenz einer recht dichten Suppe ergibt.

Mindestens 15, besser 30 Minuten leise simmern lassen. Das soll den Mehlgeschmack vertreiben.

Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Worcester-Sauce abschmecken. Bei der Worcester-Sauce erst ein paar Tropfen ausprobieren, denn diese Sauce kann manchem zu charaktervoll und zu knoblauchig schmecken.

Dann die anderen Zutaten zugeben. Frische Champignons sehen besser aus. Dosenpilze gehen aber auch. Alles ausreichend erwärmen. Wer mag, kann Sahne hinzugeben, die den Geschmack noch einmal wahrnehmbar pusht.

Wenn ihr alles beieinander habt, lässt sich das Gericht auch mit einem eingerührten Ei verfeinern. Dann lässt sich das Frikassee aber nicht wieder aufkochen.     

Unterm Strich können wir festhalten, dass sich Jörg Thadeusz und Bettina Tietjen sehr lange kennen und sehr mögen. Allerdings gibt es ein Thema, bei dem die beiden sehr unterschiedliche Meinungen haben: Camping! Bettina Tietjen liebt Camping! Jörg Thadeusz würde wahrscheinlich eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt vorziehen. Glücklicherweise können sich sowohl Jörg als auch Bettina für das Thema Essen begeistern. Und deshalb hat Jörg mit großem Interesse gelauscht, als Bettina Tietjen eins ihrer Lieblings-Camping-Rezepte vorgestellt hat. Das alles hört ihr in Episode 70 von „Hoffentlich schmeckt’s – der unvollkommene Kochcast mit Jörg Thadeusz und Katharina te Uhle“. Das Rezept von der wunderbaren Bettina Tietjen gibt es hier zum Nachkochen (auch für zuhause).

FotoCredits Bettina Tietjen: Sebastian Fuchs und Bettina Tietjen

Zutaten:

  • Merguez
  • rote und gelbe Paprika
  • Zucchini
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Möhren
  • Tomaten
  • Champignons (und/oder andere Pilze)
  • Couscous (am besten den orientalisch gewürzten)
  • Butter
  • Olivenöl
  • Brühe
  • eventl. Raz el Hanout

Zubereitung:

Merguez in kleine Stücke schneiden, in einem Wok oder einer größeren Pfanne in Olivenöl anbraten, beiseitestellen. 

Zwiebeln und Knoblauch anbraten, kleingeschnittenes Gemüse (zuerst Paprika und Möhren, dann Pilze und Zucchini, zuletzt Tomaten) dazu, würzen (gern auch mit Raz el Hanout), Merguez dazu und das Ganze gar köcheln. 

Couscous mit Brühe aufgießen und ziehen lassen. Butter und Olivenöl dazu. Dann den Couscous zum Merguez-Gemüse geben, vermengen, fertig. 

Bettina Tietjen sagt: 

„Super Camping-Gericht, weil man alles draußen auf einem Camping-Kocher zubereiten kann. Nur die Brühe für den Couscous muss auf einer anderen Flamme erhitzt werden.“ 

„Burger sind richtig viel Arbeit“, sagt Christina Becher. Aber es lohnt sich! Vor allen Dingen, wenn dabei so leckere Kunstwerke entstehen, wie die, die Christina Becher und Felix Schäferhoff uns in ihrem Buch „Burger Buddies“ (LV-Verlag) präsentieren. Eins dieser Rezepte haben wir uns rausgepickt. Die Geschichte dahinter – wie der Sambuca in den Burger kam – erzählt Christina in Folge 73 von „Hoffentlich schmeckt’s – der unvollkommene Kochcast mit Jörg Thadeusz und Katharina te Uhle“. Und hier kommt das Rezept für 2 Lachs-Burger mit Sambuca.

Zutaten für die Tomatenkonfitüre:

  • 400 g gehackte Tomaten aus der Dose
  • 1 gute Prise Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1 Msp. Chiliflocken
  • 1 EL Limettensaft
  • 250 g Gelierzucker 2:1

außerdem für die Burger:

  • 2 Lachstranchen á 150 g ohne Haut
  • 8 cl Sambuca
  • 0,5 Fenchelknolle
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Landgurke
  • 1 TL schwarze Sesamsamen
  • 2 Vollkorn-Buns (Rezept findet ihr im Buch)
  • 4 EL Mayonnaise (Rezept findet ihr im Buch)
  • 2-3 Blätter Lollo-Bionda-Salat

Zubereitung:

Am Vortag die Tomatenkonfitüre zubereiten. Dafür die gehackten Tomaten zusammen mit den restlichen Zutaten – außer dem Gelierzucker – in einen Topf geben. Mit dem Schneebesen nun den Gelierzucker einrühren und unter Rühren zum Kochen bringen. Die Tomatenkonfitüre mit einem Stabmixer leicht pürieren und für drei Minuten weiter kochen lassen. In heiß ausgespülte Schraubgläser füllen und fest verschließen. Die Tomatenkonfitüre ist mindestens ein Jahr haltbar.

Die Lachstranchen in eine Schüssel geben und in dem Sambuca ca. zehn Minuten marinieren. In der Zwischenzeit die Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und die Knolle in feine Streifen schneiden. Eine Pfanne mit etwas Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und den Lachs inklusive Sambuca hineingeben. In die gleiche Pfanne den Fenchel geben, mit Salz und Pfeffer würzen und anschwitzen. Den Lachs von beiden Seiten ca. zwei Minuten anbraten. Die Pfanne mit einem Deckel verschließen und den Lachs außerhalb der Hitze garziehen lassen. Die Landgurke waschen und mit einem Sparschäler der Länge nach feine Scheiben runterschneiden. Den schwarzen Sesam unter das Fenchelgemüse mischen.

Die Buns halbieren und die Schnittflächen anrösten.

Zum Anrichten die Schnittflächen der Buns mit Mayonnaise bestreichen und die Unterhälfte der Buns mit Lollo-Bionda-Salat und Gurkenscheiben belegen. Die Lachstranchen daraufsetzen und mit Tomatenkonfitüre bestreichen. Mit Fenchelgemüse toppen und mit den Bun-Deckeln abschließen.

Übrigens: Das Fenchelgemüse schmeckt besonders gut, wenn es noch einen gewissen Biss hat und nicht komplett weichgegart ist.

FotoCredits: Christina Becher und LV.Buch

(THIT BO KHO)

Mai kommt gebürtig aus Vietnam und führt gemeinsam mit ihrem Mann Uli den Asia-Markt „Cho Mui“ in Duisburg. Und dort gibt es nicht nur asiatische Lebensmittel zu kaufen, sondern auch Gerichte und Snacks, die frisch aus der Küche kommen. Zum Beispiel gab es vor Kurzem zum Nachtisch einen fantastischen gedämpften Bananenkuchen. Das Rezept findet ihr auch im Blog (über die Suchfunktion). Und Mai erzählt davon im Kochcast (Episode 65)

Außerdem wollte Jörg Thadeusz von Mai wissen, welches Gericht sie kochen würde, wenn Gäste. Die Antwort: THIT BO KHO – vietnamesischer Rindfleischgulasch. Thit bò khô heißt wörtlich auf Vietnamesisch „geschmortes Rind“. Die Kochmethode ähnelt sehr unserem bekannten Rindergulasch, nur dass es mit Zitronengras und Fischsauce gewürzt ist. 

Zutaten 6 Personen:

  • 1,2 kg Rindermuskel
  • 800 g Rinderbrust
  • 800 g Möhren
  • 1 l Kokoswasser
  • 3 EL Öl

Gewürze für das Rindfleisch:

  • 1 TL Salz
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Chicken Powder
  • 2 EL Sojasauce
  • 4 lila Zwiebeln (kleine Schalotten)
  • 7 Knoblauchzehen
  • 100 g Ingwer
  • 5 Stangen Zitronengras
  • 4 EL Fischsauce
  • 3 EL Hoisinsauce

Gewürze für die Suppe:

  • 2 EL Chicken Powder
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Fischsauce
  • 1 große weiße Zwiebel
  • 2 rote Chili

Kräuterzutaten:

  • 3 Anissterne
  • 1 Zimtstange
  • ½ EL Kurkumapulver
  • 1 EL Currypulver
  • 2 TL Thymianpulver
  • 1 TL Fünf-Gewürze-Pulver
  • 1 TL Pfeffer
  • 4 Lorbeerblätter
  • 2 EL Mai Que Lo Wein (Alternative: Shaohsing Kochwein)
  • 2 EL Annatto-Öl (für die Färbung) -> Rezept weiter unten
  • ½ EL Paprikapulver (für die Färbung)

Zubereitung:

3 Schalotten, Knoblauchzehe, die Hälfte vom Ingwer und 1 Stange Zitronengras klein hacken. Rest Zitronengras in 10 cm lange Stücke und den Rest Ingwer in kleine Scheiben schneiden. 1 Schalotte in kleine Scheiben schneiden. Die große Zwiebel in dünne Längsstreifen schneiden. 

Die zwei Sorten Fleisch mit Salz waschen und trocken tupfen. Dann heißes Wasser in einem Topf mit 1 TL Salz, 3 Stück von den Ingwerscheiben und den Schalotten-Scheiben dazugeben und aufkochen. Das ganze Fleisch hineingeben, 5 Minuten kochen, danach abgießen und das geronnene Blut gut abwaschen. Das Fleisch wieder trocken tupfen und in 3,5 cm Stücke schneiden. 

Das geschnittene Fleisch in eine große Schüssel geben, 2 TL gehackte Schalotten, gehacktes Zitronengras, 2 TL gehackten Knoblauch, alle Gewürze für das Rindfleisch, Paprikapulver, Annatto-Öl und die Kräuterzutaten dazugeben und gut durchmischen. Das marinierte Fleisch mindestens eine Stunde auf Zimmertemperatur ziehen lassen. Danach 3 Stunden zugedeckt im Kühlschrank. Kann aber auch über Nacht im Kühlschrank ziehen.

Möhren in kleine mundgerechte Stücke schneiden. Zimt und Sternanis in einer Pfanne anrösten.

Einen großen Topf heiß werden lassen. Das Öl, den Rest der gehackten Schalotten und den Knoblauch hinein und darin anrösten. Das Fleisch dazugeben und 5-7 Minuten auf höchster Stufe goldbraun anbraten. Mit 500 ml Wasser ablöschen und das Kokoswasser dazugeben und aufkochen. Dabei immer wieder den Schaum abschöpfen bis die Brühe klar wird und kein Schaum mehr entsteht. Dann die Hitze runterdrehen, alle Gewürze für die Brühe, Zimtstange, Sternanis, Rest Ingwerscheiben und Zitronengrasstücke dazugeben und 1 Stunde köcheln lassen. Nur noch die Möhren dazugeben und so lange köcheln lassen bis das Fleisch zart ist und die Möhren weich sind. 

Den Herd ausstellen und die weißen Zwiebel-Streifen dazugeben und umrühren. 

Servieren:

Geben sie heißen Jasmin-Reis auf einen Teller. Der Gulasch kann dann mit Thaibasilikum und Koriander serviert werden. 

Als Beilage eignet sich ebenfalls ein angedünstetes Gemüse. Das macht das Gericht etwas leichter und der thailändische Basilikum sowie der Koriander geben dem Gulasch Frische.

Rezept Annatto

Annatto-Samen sind kleine, dreieckige, rötlich-gelbe Samen des Orleanstrauchs, auch Achiote genannt. Die Samen können zermahlen oder in Öl erhitzt werden zur Verwendung als natürliche Lebensmittelfärbung.

Herd auf mittlere Stufe stellen. 200 ml Öl in einer Pfanne oder einem kleinen Topf leicht erhitzen. Ca. 2 EL Annatto-Samen dazugeben und weiter erhitzen. Dabei die Samen gut umrühren. Die Samen verlieren ihre rote Farbe bei niedriger Hitze und werden langsam dunkelrot bis schwarz. Die Pfanne dann runternehmen und einige Minuten abkühlen lassen. Das Öl kann dann durch ein Sieb in ein Glas gefiltert werden. In der vietnamesischen Küche wird das Öl sehr oft eingesetzt, zum Beispiel bei gebratenen Reisgerichten, Suppengerichten oder gedämpfter Fleischpastete. 

WICHTIG: Das Öl darf nicht zu heiß werden, sonst werden die Annatto-Samen zu schnell schwarz und geben zu viele Bitterstoffe ab. 

Rezept und Foto von Mai Doan (ChoMui Duisburg)

Der wunderbare Wigald Boning war zu Gast in unserem Kochcast. Im Gepäck: Sein neues Buch „Herr Boning geht baden“ (erschienen bei Gräfe und Unzer) und eins seiner Lieblingsgerichte: Grünkohl. Wigald Boning ist in Oldenburg aufgewachsen. Und Oldenburg ist Kohltour-Hauptstadt und praktisch Wiege des Grünkohls. Bei Wigald zuhause kam schon früher und kommt bis heute regelmäßig Grünkohl auf den Tisch. Uns und euch verrät er das Boningsche Familienrezept. 

Grünkohl für 6 à la Mama Boning:

(im Bräter)

Backofen vorheizen 200 Grad

3 Dosen Grünkohl (gute Qualität)

1 gr. Zwiebel kleinschneiden

1 Pinkel kleinschneiden

Hafergrütze (ersatzweise geht auch Bulgur)

1 Becher Brühe

= alles mischen

Obendrauf:

Kasseler (Nackenkasseler mit Knochen / ersatzweise Schäufele)

Geräucherter gestreifter Speck (keinen Schinken!!!) in ca 2-3 cm Stücke schneiden

2 Stunden in den Ofen, danach einmal öffnen – Fettigkeiten rausnehmen, umrühren, abschmecken und eventuell mit Wurstbrühe nachwürzen.

Dann alle Fettigkeiten wieder auf den Kohl und wieder in den Ofen, bis die Kartoffeln und die Würste fertig sind. 

Pinkel (Wigalds Schwester rechnet mindestens 2 pro Nase) vor dem Kochen einpiksen. Kochwurst nach dem Kochen einpiksen. 

Kartoffeln während der Zeit separat gar kochen.

marcelschroeder.de

FotoCredits Wigald Boning: Marcel Schröder

FotoCredits Wigald mit Grünkohl: Wigald Boning

Foto Buchcover: Rechte bei Gräfe und Unzer

„Don´t call it Paella!“ Kochcast-Hörer Johannes Leusch hat dieses Gericht für uns gezaubert. Er nennt es „Arroz al Jorge“. Johannes sagt: „Ich habe überlegt, was gut zu Euch passt und habe in Anlehnung an Jörgs Vorlieben den „Arroz al Jorge“ kreiert. Im Prinzip ist es eine Paella, so darf man sie natürlich nicht nennen, sofern man nochmal vorhat nach Spanien zu reisen;) Ich habe die beiden Welten aus Albondigas und Wurst kulinarisch verbunden.Das Rezept kann man natürlich mit Zutaten seiner Wahl universell einsetzen und man hat mit recht wenig Aufwand ein sehr repräsentatives und köstliches Gastgebergericht gezaubert. Im deutschen Sprachraum würde ich auch durchaus mit dem Begriff Paella posen.“

Zutaten für 4 Personen:

  • 300 g Paellareis
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 650 ml Gemüsebrühe (zum Reiskochen)
  • 1 kleine Zwiebel 
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 frische Chorizowürste
  • 1 Pk. Pimientos de Padron (ca. 12-20 Stück)
  • 300 g Rinderhackfleisch 
  • 1 Ei
  • 2 reife Tomaten
  • Abrieb von einer Bio-Zitrone
  • 50 ml trockener Sherry oder trockener Weißwein oder 25 ml Essig zum Ablöschen
  • Salz und Pfeffer
  • Geräuchertes Paprikapulver mild (Pimenton dulce)
  • Piment D´Espelette (oder Cayenne)

Vorbereitung:

Alle Früchte waschen und trocknen

Tomaten mit grober Gemüsereibe reiben

1 Bio-Zitronenschale abreiben

Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden 

Reis in kaltem Wasser waschen

Dazu den Reis ca. 1 Minute mit sanftem Druck zwischen den Fingern und Handflächen laufen lassen und das milchige Wasser auskippen

Den Vorgang 3x wiederholen – das Wasser wird dabei immer klarer

Dann in einem Sieb zur Seite stellen

Chorizo pellen

2 Stück halbieren und in Scheiben schneiden

4 Stück mit dem Hackfleisch und einem Ei gut vermengen und zu 24 kleinen Kugeln formen (idealerweise eine Anzahl, welche durch 4 teilbar ist)

Brühe mit ½ TL geräucherter Paprika und einer guten Prise Salz würzen und zum Siedepunkt erhitzen (oder Wasser kochen und mit Brühpulver anrühren)

Kochen:

Pfanne mit Olivenöl auf mittlerer Hitze erhitzen

Pimientos reingeben und kräftig salzen (am besten mit grobkörnigem Salz)

Je Seite ca. 5 Minuten braten, bis sie beginnen runzlig zu werden

Pimientos rausnehmen

Ofenfesten Topf/Pfanne/Bräter bereitstellen, ideal ca. 30 cm Durchmesser (Der Reis soll den Boden ca. 4 cm hoch bedecken)

Backofen auf 180-200 Grad Umluft vorheizen

Chorizoscheiben in ofenfesten Bratbehälter geben

Auf mittlerer Hitze erhitzen, Choriszo knusprig braten und rausnehmen

Zwiebel- und Knoblauchwürfel in Chorizofett bei mittlerer Hitze glasig braten

Reis und Zitronenabrieb hinzugeben und mit Brühe ablöschen

Zum Kochen bringen, Rosmarinzweige oben auflegen

Abdecken mit ofenfestem Deckel oder Alufolie

In Ofen stellen, ca. 10 Minuten garen (alternativ auf Herd bei kleiner Flamme köcheln lassen)

Pfanne mit etwas Olivenöl auf mittlere Hitze erhitzen

Hackbällchen von allen Seiten knusprig braten und rausnehmen

Mit Sherry ablöschen

Tomatenpüree dazugeben und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen

Mit Salz, Pfeffer und Piment D´Espelette abschmecken 

Zusammenführung von Reis und Beilagen

Behälter mit Reis aus dem Ofen holen

Rosmarinzweige entfernen

Chorizoscheiben mit dem Reis verrühren und Oberfläche glattstreichen

Hackfleischbällchen dekorativ auflegen und leicht in den Reis eindrücken

Braten-Tomatensud darübergeben

Pimientos auf dem Reis dekorieren

Ca. 10 Minuten in Ofen ohne Abdeckung garen

Hoffentlich schmeckt’s! Fotos und Rezeptidee von Kochcast-Hörer Johannes Leusch

Heute gibt´s ein Wohlfühlgericht – einen Seelenwärmer. Bestseller-Autorin Ildikó von Kürthy war mit ihrem neuen Buch „Eine halbe Ewigkeit“ zu Gast in unserem Kochcast und hat ein Gericht mitgebracht, das sie liebt: Hühnersuppe. Wärmt, wenn man friert. Wird gekocht, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist. Umschließt einen, wie ein warmer Mantel. Wärmt die Seele. Warum Ildikó von Kürthy diese Hühnersuppe liebt, erzählt sie im Kochcast. Und während ihr Episode 49 von „Hoffentlich schmeckt’s“ lauscht, könnt ihr diesen Seelenwärmer (der auch den Körper wärmt) nachkochen und genießen. 

Zutaten:

  • 1 Suppenhuhn
  • Wasser
  • Fond
  • 1 Zwiebel
  • Staudensellerie
  • Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 schwarze Pfefferkörner
  • 2 grob gehackte Möhren
  • Salz und Pfeffer
  • 50 g Butter
  • 2 EL Mehl 
  • Gemüseeinlage nach Geschmack (z. B. Möhren, Kartoffeln, Staudensellerie, Brokkoli, Blumenkohl, Paprika, Zuckerschoten)
  • 175 ml Sahne
  • Suppennudeln nach Geschmack

Zubereitung:

Man nehme ein Suppenhuhn, bedecke es mit einer 3-Liter-Mischung aus Wasser und bestem, fertigen Fond, gebe eine ungeschälte Zwiebel, halbiert dazu, außerdem Staudensellerie, Petersilie, zwei Lorbeerblätter, vier schwarze Pfefferkörner und zwei grob gehackte Möhren, Salz und Pfeffer. Das Ganze aufkochen lassen, Hitze reduzieren und eine Stunde lang köcheln lassen. 

Danach ungefähr eine halbe Stunde abkühlen lassen und dann durch ein Sieb gießen und die Flüssigkeit auffangen. 

Das Huhn abkühlen lassen, dann die Haut abziehen und das Fleisch von den Knochen lösen. 

In einem großen Topf nun etwa 50 g Butter erhitzen und wenn sie schäumt, zwei Esslöffel Mehl darüber stäuben. Eine Minute anschwitzen, dann vom Herd nehmen und nach und nach die Brühe einrühren. 

Unter ständigem Rühren wieder aufkochen. Danach gebt Ihr, ganz nach Geschmack, kleingeschnittene Möhren, Kartoffeln, Staudensellerie, Brokkoli, Blumenkohl, Paprika, Zuckerschoten dazu, einfach alles an Gemüse, worauf ihr gerade Lust habt.

Das Ganze garen und dann kurz vor dem Servieren das Hühnerfleisch und etwa 175 ml Sahne dazugeben. Die Suppe dann nicht noch mal kochen lassen. Für meinen Sohn mache ich immer noch einen Extrateller mit Suppennudeln dazu.

Nachwürzen, Tisch decken, essen und glücklich sein! 

Credits Foto Ildikó von Kürthy: Sonja Tobias

Jetzt kommt es ganz dicke! Katharina te Uhle hatte Jörg Thadeusz vor Kurzem von einer Gyrossuppe erzählt. Und Jörg war entsetzt! Fassungslos! Sein geliebtes Gyros zur Suppe verhunzt! Aber es kommt noch schlimmer! Kochcast-Hörer Manuel präsentiert den beiden das Rezept für eine Lasagne-Suppe. Jörg ist zu Beginn sprachlos (vor Entsetzen) – ist aber nachher so begeistert, dass er die Lasagnesuppe tatsächlich nachkochen will. Manuel sagt: „Diese Lasagnesuppe ist das perfekte Familienessen! Es ist mittlerweile unser Lieblingsgericht. Meine Kinder jubeln schon, wenn ich diese Suppe nur ankündige und essen dann am Ende sogar drei Portionen.“

Zutaten:

  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 500 g stückige Dosentomaten
  • 1 l Rinderbrühe
  • 100 g Lasagneblätter
  • 2 EL Crème fraîche
  • 50 g Streukäse
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst hackt ihr 1 Zwiebel und 2 Knoblauchzehen klein, gebt 1 EL Olivenöl in einen Topf und dünstet Zwiebel und Knoblauch glasig an. 

Gießt das Ganze jetzt mit 500 g Dosentomaten und 1 l Rinderbrühe auf. Dann brecht ihr 100 g Lasagneblätter in grobe Stücke, gebt sie zu der Suppe und lasst sie so lange köcheln, bis die Lasagneplatten bissfest sind. 

In der Zwischenzeit gebt ihr 1 EL Olivenöl in eine separate Pfanne und bratet 300 g Hackfleisch an. Würzt das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer und gebt es anschließend zu der Suppe. Schmeckt die Lasagnesuppe nochmal mit Salz und Pfeffer ab und gebt kurz vor dem Servieren 2 EL Crème fraîche und 50 g Streukäse dazu. 

Wir freuen uns immer, wenn sich Kochcast-Hörer/innen bei uns melden und uns ein Rezept vorstellen. Wenn ihr ein Gericht habt, das wir unbedingt ausprobieren müssen, schreibt uns einfach an post@hoffentlich-schmeckts.de . Diesmal hat uns Eberhard aus Bensheim an der Bergstraße ein Gericht vorgestellt. Hirschgulasch mit Schokolade. Als Beilage serviert Eberhard gerne Spätzle oder den Brezngugelhupf, den er euch auch im Kochcast (Folge 53) vorstellt. Das Rezept für den Brezngugelhupf findet ihr auch auf unserer Seite (einfach im Suchfeld eingeben). Jetzt aber erstmal zum Hirschgulasch. Eberhard sagt: „Grandioses Gulasch, simpel und einfach, aber eine Aromabombe!“ Hier kommt Eberhards Rezept:

Zutaten für 6 Personen:

  • 1,5 kg Hirschgulasch (wir bevorzugen Hirschwade und schneiden selbst)
  • 4 Zwiebeln
  • 1-3 frische rote Chili
  • Etwas Butterschmalz
  • 6 TL Wildgewürz (selbstgemacht oder einfach eins aus dem Gewürzregal nehmen) -> BASIS WILDGEWÜRZ: 1 TL Wacholderbeeren, 1 TL Pimentkörner, 2 TL Pfefferkörner, 3 Nelken, 2 getrocknete Lorbeerblätter, ½ Zimtstange -> alles ohne Öl anrösten und anschließend im Mörser möglichst fein zermahlen. Dies ist die Basis. Spielen kann man mit frischen Kräutern, die man noch dazugibt. Hält sich im Schraubglas etwa 8 Wochen. Danach verliert es drastisch an Aroma. Deshalb besser nicht zu viel herstellen.)
  • 3 EL Tomatenmark
  • Ca. 500-600 ml Wildfond (selbstgemacht oder aus dem Glas) -> wenn man die Wade pariert, dann fällt einiges an „Fleischabfällen“ an. Das zusammen mit Wildknochen, Suppengemüse, Wasser und Rotwein für einen Fond verarbeiten. Fond wird nicht gesalzen. 
  • 600 ml Rotwein
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange
  • 100 g Zartbitter-Schokolade (80 % Kakaoanteil)
  • 6 EL eingelegte Preiselbeeren
  • Salz, Pfeffer und Zucker

Zubereitung:

Die Gulaschwürfel sollten ca. 2×2 cm groß sein. Die Zwiebeln gewürfelt und die Chili kleingehackt. Alles in Töpfchen, Schälchen und Gläsern griffbereit bereitgestellt. Die Schokolade klein würfeln. Das Fleisch am besten eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. 

In einem großen Bräter (gerne im Dutch-Oven) das Fleisch in mehreren Portionen in Butterschmalz scharf anbraten, herausnehmen und warmstellen (geht gut im 80-100 Grad vorgeheizten Backofen)

Nun Zwiebeln und Chili im Bräter anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind, das Tomatenmark hinzugeben und unter Rühren kurz anrösten. Dann das Wildgewürz dazugeben und ca 30 Sekunden mitrösten. Jetzt den Rotwein angießen, auf ca 50% reduzieren lassen und danach den Wildfond dazugeben. Aufkochen und das Fleisch wieder hinzufügen. 

Zimtstange und Lorbeerblätter dazu, den Deckel auf den Bräter legen und – sobald es im Topf leise blubbert – ab in den Ofen. 

Das Fleisch bei 200°C Ober-/Unterhitze schmoren. Feines Hirschgulasch braucht 55 Minuten – Hirschwade braucht 75 Minuten. Nimmt man statt Hirsch das feinere Rehgulasch, dann braucht es nur 45 Minuten. Im Anschluss die Preisebeeren und die Schokolade unterrühren. Weitere 10 Minuten mit geschlossenem Deckel und nochmal 10 Minuten mit offenem Deckel schmoren. 

Abschmecken mit Salz und Pfeffer. Wenn nötig binden. Dazu passen am besten Spätzle und Rotkohl. Oder der Brezngugelhupf. 

Variationen: Mit abgeriebener Bio-Orangenschale und ein wenig Orangensaft arbeiten. Aber auch erst in den letzten 10 Minuten. 

Dieses Rezept hat für einen wahren Lachflash gesorgt. Wir waren bei unseren Nachbarn Jürgen und Petra eingeladen. Es gab ein super leckeres Ofengericht mit Reis. Als ich nach dem Rezept fragte, sagte Petra: „Also, ihr nehmt 2 Flaschen Heinz-Curry-Ketchup…..!“ Herrlich! Der Hashtag #healthyfood wird diesmal also garantiert nicht zum Einsatz kommen. Dafür aber #yummy – und Hashtag „ich nehme gerne noch eine zweite Portion“. 

Das Rezept haben unsere Nachbarn vor 40 Jahren von Jürgens Mutter bekommen. Warum das Ganze unter dem Titel „indonesisch“ läuft, wusste sie allerdings auch nicht. Möglicherweise, weil in diesem Gericht Curry zum Einsatz kommt. 

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg Schweinelendchen (Schweinefilet)
  • 1 ½ Dosen Pfirsiche (halbe Frucht)
  • 8-10 Scheiben Scheibletten-Käse
  • 1 große Flasche Curry-Ketchup (800 ml)
  • 1-2 Becher Kochsahne oder Sahne
  • Currypulver
  • Öl für die Pfanne
  • Butter für die Auflaufform

Zubereitung:

Das Schweinefilet wird in Tournedos geschnitten und dann einige Minuten in der Pfanne angebraten. Es sollte aber noch nicht ganz durchgebraten werden. Das Fleisch gart nachher noch im Ofen nach. 

Für die Sauce werden Curry-Ketchup und Sahne miteinander verrührt. Die Auflaufform wird gebuttert. Dann werden die Filets nebeneinander in die Auflaufform gelegt und mit jeweils einem halben Pfirsich und einer Scheibe Käse belegt. 

Dann wird die Sauce in die Auflaufform gegossen und mit ein wenig Currypulver bestreut. Jetzt kommt das Ganze in den Ofen und wird auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten bei 180-200 Grad Umluft gebacken. 

Dazu schmecken Reis und ein frischer Salat.